Der Energieausweis (auch Energiepass)

Der Energieausweis dokumentiert die energetische Bewertung eines Gebäudes. Bei Neubauten, Erweiterungen oder umfangreichen Änderungen an einem Gebäude ist nach Energiesparverordnung (kurz EnEV) ein Energiebedarfsausweis auszustellen.

Ab dem 01.05.2014 ist jeder Haus- oder Wohnungseingentümer, der ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte verpflichtet, potenziellen Käufern oder Mietern unaufgefordert einen Energieausweis vorzulegen, wenn diese das Objekt besichtigen.

Wer als Hauseigentümer sein Heim weder verkaufen noch vermieten möchte, benötigt keinen Energieausweis.

Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden. Dabei gelten folgende differenzierte Regelungen:

Für Wohngebäude mit max. 4 Wohnungen mit Bauantrag vor 1. November 1977 müssen Energieausweise ab 1. Oktober 2008 auf der Grundlage des Energiebedarfs ausgestellt werden. Ausnahmen gelten für Gebäude, die schon bei der Fertigstellung die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllt haben oder nachträglich auf diesen Stand gebracht wurden.
Für Nichtwohngebäude besteht Wahlfreiheit zwischen Energiebedarf oder -verbrauch als Basis des Energieausweises.

Für öffentlich genutzte Gebäude sowie für Privatgebäude mit Publikumsverkehr ab 500qm sieht die EnEV eine Pflicht zur Ausstellung und zum Aushang von Energieausweisen vor. Die Energieausweise sind an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen. Wenn der Eigentümer das Gebäude nicht selber nutzt, trifft diese Pflicht den jeweiligen Mieter.

Wichtige Änderungen ab 01.05.2014:

Eine entscheidende Änderung ist die Veränderung der Skalierung des Bandtachos. Damit ist der Energiepass optisch nicht mehr unmittelbar vergleichbar mit Ausweisen, die vor dem 01.05.2014 erstellt wurden. Inhaltlich sind die Angaben zu Primär- und Endenergieverbrauch identisch.

Neu ist zudem, dass jeder Energieausweis bei den Baubehörden registriert wird und damit kontrolliert werden kann. Die registrierten Ausweise sollen stichprobenartig auf Erfüllung der Vorgaben und Plausibilität geprüft werden.

Die Nichteinhaltung der neuen Verordnung bedeutet eine Ordnungswiedrigkeit, welche mit einer Geldbuße bis zu 15.000€ belangt werden kann.

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